1. Mittlerweile gibt es Weitwinkelspione für Haus- und Wohnungstüren. Bei einem Überwachungswinkel von 180 Grad können sogar Personen erkannt werden, wenn diese vor der Haus- oder Wohnungstüre knien.
2. Öffnen Sie die Türe nur mit eingehängter Sicherheitskette bzw. Sicherheitsbügel.
3. Häufig rufen Nachbarn die Polizei unnötig zur Hilfe, weil sie nicht davon unterrichtet sind, dass Sie bei Abwesenheit automatische Lichtsteuerungen und/oder automatische Rollladensteuerungen, ggfs. mit Zufallsautomatik, benutzen. Informieren Sie Ihre Nachbarn über solche Maßnahmen, wenn Sie verreisen.
4. Abschließbare Fensterhebel nützen wenig, wenn auf den Schlössern die Schlüssel stecken bleiben oder deren Aufbewahrungsort von außen ersichtlich ist. Einbrecher scheuen weniger den Lärm, den das geübte Einschlagen eines Fensters macht, als das Verletzungsrisiko, durch ein mit Scherben gespicktes Fenster zu steigen. Bei steckendem Schlüssel ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Fenster eingeschlagen wird und dann mit dem Fensterhebel geöffnet wird.
5. Der geübte Einbrecher schlägt eine Scheibe mit einem Schlag ein. Er wird nicht ein zweites oder Drittes Mal zuschlagen. Grund: Die Erfahrung zeigt, dass Nachbarn in der Regel erst beim zweiten oder Dritten Geräusch tatsächlich nach dem Rechten sehen. Hören Sie nur ein ungewöhnliches Geräusch, horchen sie eine Weile lang. Ist es danach ruhig, beruhigen sich auch die Nachbarn schnell wieder. Machen Sie es anders. Sprechen Sie darüber in der Nachbarschaft und verabreden Sie gegenseitig, dass sie gegenseitig bereits beim ersten Geräusch in Aktion treten: Rollladen hoch, Garten- und Außenbeleuchtung an, Mit der Taschenlampe das Nachbargrundstück ableuchten, ggfs. laut ins Nachbargrundstück rufen. Aber: Helden gibt es nur im Kino. Bringen Sie sich nicht selber in Gefahr!! Bleiben Sie passiv!
6. Schließen Sie die Haustüre auch ab, wenn Sie zu Hause sind. Selbst ein mittelmäßiger Schlüsseldienst kann eine nur zugezogene Haustüre in Sekunden und lautlos öffnen. Das Gleiche gilt natürlich für alle Nebentüren. Drehen Sie den Schlüssel stets 2 Mal herum.
7. Es gibt derzeit nur wenige Zylinder, die nicht mit elektrischen Rüttelgeräten geöffnet werden können. Insbesondere die Zylinder deren Schlüssel mit kreisrunden Vertiefungen auf den flachen Seiten (ggfs. Bild einfügen) ausgestattet sind gehören dazu und bieten neben der eigenen Sicherheit den weiteren Vorteil, dass der potentielle Einbrecher bereits dem Zylinder ansehen kann, dass die Bewohner es mit der Sicherheit ernst nehmen.
8. Lassen Sie Fremde nicht in die Wohnung. Ist es unvermeidbar, informieren Sie Ihre Nachbarn vorher telefonisch. Es schadet nichts, wenn der Besucher dieses mitbekommt. Beamte oder sonstige Personen öffentlicher Stellen haben einen Dienstausweis. Studieren Sie diesen aufmerksam. Fragen Sie im Zweifel bei der Behörde nach. Die Telefonnummer entnehmen Sie natürlich nicht dem Ausweis selber!
9. Sehen Sie Fremde in Mehrfamilienhäusern oder auf dem Nachbargrundstück? Ein höfliches Ansprechen nimmt Ihnen keiner, der nur Gutes im Schilde führt, übel. Und Ihre Nachbarn danken es Ihnen.
10. Geben Sie Ihren Wagen in der Werkstatt oder zur Reparatur ab, dann geben Sie ausschließlich Ihren Wagenschlüssel ab. Entfernen Sie Büro und Wohnungsschlüssel vom Bund.
11. Ein Hund schreckt Einbrecher wirksam ab. Neben einem Schild “Hier wache ich” oder “Vorsicht Hund” Soll es auch Haushalte geben bei denen zur sichtbaren Abschreckung ein Fressnapf oder die Hundeleine vor der Haustüre liegen.
12. Pilzkopfbeschläge schützen zuverlässig vor dem Aufhebeln von Fenstern und Terrassentüren. Bei diesen verhakt sich der Beschlag der Fensters bzw. der Terrassentüre mit seinem, fest im Fenster- bzw. Türrahmen verschraubten Gegenstück. Solche Beschläge sind für recht wenig Geld für die meisten gängigen Marken nachrüstbar. Sie bieten ein sehr gutes Kosten-/Nutzenverhältnis.
13. Erschweren Sie den Einbrechern den Zutritt, so gilt das gleichermaßen auch für den in der Not herbeigerufenen Schlüsseldienst. Deponieren sie Ersatzschlüssel bei Nachbarn oder Kollegen, damit Sie sich in der Not zu helfen wissen. Der vom Nachbar bei Ihnen deponierte Schlüssel wird natürlich nicht mit deren Namen beschriftet, damit kein Rückschluss auf seine Herkunft bzw. Verwendbarkeit möglich ist.










